The Rise of the Sauna: Raus aus dem Keller, rein ins Leben
Früher stand die Sauna dort, wo sie niemand sehen sollte: im Keller, im Estrich oder gleich neben dem Luftschutzraum. Eine viereckige Holzbox, funktional und häufig ohne Bezug zur restlichen Architektur. Hauptsache, sie wurde heiss. Heute sieht das anders aus. Heute wird die Sauna zum Teil des Wohnraums und damit zum sichtbaren Gestaltungselement. Sie fügt sich selbstverständlich in die Architektur ein und verbindet Wärme, Ästhetik und Erholung.
- Als Wellness noch im Keller stattfand
- Die Sauna kommt nach oben
- Vom Wellnessgerät zum Möbelstück
- Fünf architektonische Sauna-Highlights
- Warum sich immer mehr Architektinnen und Architekten mit Private Wellness beschäftigen
- Individualität statt Standardlösung
- Eine Entwicklung, die bei Küng früh begann
- Heute sichtbar. Und genau dort richtig
- Sie möchten eine Sauna, die sich selbstverständlich in Ihr Zuhause einfügt?
Die Sauna ist aus ihrem Versteck gekommen. Sie steht mitten im Bad, grenzt ans Schlafzimmer oder wird als eigenständiger Rückzugsort in den Wohnraum integriert. Mit grosszügigen Glasfronten, ausgewählten Hölzern, Naturstein, stimmungsvoller Beleuchtung und einer Gestaltung, die sich selbstverständlich in die Architektur einfügt. Sie ist heute weit mehr als ein funktionaler Ort zum Schwitzen: Sie wird Teil der Einrichtung und prägt die Atmosphäre des Raums. So findet Erholung genau dort statt, wo auch das Leben stattfindet.
Die Sauna kommt nach oben
Heute wird Regeneration stärker in den Alltag integriert. Der private Wellnessbereich soll nicht erst hinter mehreren Kellertüren beginnen, sondern dort stattfinden, wo wir leben. Die Sauna rückt näher ans Badezimmer, ans Schlafzimmer oder sogar direkt ins Wohnzimmer.
Damit verändert sich ihre Rolle grundlegend. Sie ist nicht länger eine Kabine, die nachträglich irgendwo platziert wird. Sie wird bereits bei der Planung als Teil des Raums gedacht.
Grosszügige Verglasungen schaffen Offenheit und verbinden Innen- und Aussenraum. Sichtachsen werden bewusst aufgenommen. Materialien aus dem Bad oder Wohnbereich finden sich in der Sauna wieder. Holz trifft auf Naturstein, Keramik, Glas oder Metall. Licht prägt die Atmosphäre.
Vom Wellnessgerät zum Möbelstück
Je sichtbarer die Sauna wird, desto höher werden auch die Ansprüche an ihr Design: Eine Sauna, die dort steht, wo man wohnt, sollte sich schliesslich keineswegs verstecken. Im Gegenteil: Sie darf gern präsent sein.
Die Auswahl des Holzes, die Richtung der Täferung, die Proportionen der Bänke und die Gestaltung der Glasfront entscheiden darüber, wie ruhig, leicht oder markant eine Sauna wirkt. Hinzu kommen Details wie indirekte Beleuchtung, flächenbündige Übergänge und eine Technik, die möglichst dezent integriert wird.
Fünf architektonische Sauna-Highlights
Wie unterschiedlich eine Sauna heute aussehen kann, zeigen unsere fünf architektonischen Sauna-Highlights. Keine davon folgt einfach einem Standardmass. Jede reagiert auf den jeweiligen Raum, seine Materialien und die Wünsche der Menschen, die ihn nutzen.
Warum sich immer mehr Architektinnen und Architekten mit Private Wellness beschäftigen
Wer heute ein Haus, eine Wohnung oder einen hochwertigen Umbau plant, denkt nicht mehr nur in klassischen Raumkategorien. Wohnen, Erholen, Gesundheit und Rückzug fliessen stärker ineinander. Ein privater Wellnessbereich wird damit zu einer architektonischen Aufgabe.
Entscheidend ist, wie die Sauna in die Grundrissplanung eingebunden wird. Welche Wege führen vom Saunieren zur Dusche, zur Abkühlung oder zum Ruhebereich? Welche Einblicke sind erwünscht, wo braucht es Privatsphäre? Wie lassen sich Licht, Aussicht und Materialien nutzen? Und wie kann die notwendige Technik so integriert werden, dass sie gestalterisch in den Hintergrund tritt?
Je früher diese Fragen in die Planung einfliessen, desto selbstverständlicher wird die Sauna zum Teil der Architektur. Das gilt für grosszügige Private Spasebenso wie für kompakte Lösungen im Badezimmer.
Welche Überlegungen dabei besonders wichtig sind und wie sich Wellnessräume heute entwickeln, erzählt Nicole Gottschall im Interview. ((dritter Artikel Wellness-Architektur))
Manche wünschen sich einen stillen, reduzierten Rückzugsort. Andere möchten die Sauna bewusst öffnen und gemeinsam mit der Familie oder mit Freunden nutzen. Wieder andere verbinden Wärme, Dampfbad, Cold Plunge und Ruhezone zu einem ganzheitlichen Private Spa.
Materialien, Licht, Temperatur und Nutzung lassen sich heute auf die persönliche Nutzung abstimmen. Der Luxus liegt dabei in kurzen Wegen, stimmigen Proportionen, sorgfältig gewählten Oberflächen und einer Atmosphäre, in der man sich sofort wohlfühlt.
Eine Entwicklung, die bei Küng früh begann
Bereits in den 1980er-Jahren erkannte Küng-Gründer Tony Küng, dass die Sauna nicht in den Keller gehört. Mit unkonventionellen Formen, mutigen Materialkombinationen und neuen gestalterischen Details entwickelte sich die Sauna Schritt für Schritt weiter: von der einfachen finnischen Holzkabine zum massgefertigten Designobjekt. Horizontale Täferungen, rahmenlose Glasfronten und individuell auf den Raum abgestimmte Lösungen prägten dabei früh die Handschrift von Küng. Mehr über diese Entwicklung erfahren Sie in unserem Beitrag 50 Jahre Wellnessgeschichte.
Heute sichtbar. Und genau dort richtig
Die Sauna hat einen erstaunlichen Weg zurückgelegt: von der Holzbox im Keller zum architektonischen Mittelpunkt privater Wellness- und Wohnräume. Sie ist sichtbarer geworden, individueller und wohnlicher. Gleichzeitig erfüllt sie noch immer dieselbe Aufgabe: Sie schenkt Wärme, Ruhe und einen Moment Abstand vom Alltag.
Nur muss man dafür heute nicht mehr in den Luftschutzkeller verschwinden.
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