Rotlicht, Nahinfrarot und Zellenergie | Küng Wellness
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Wenn Licht tiefer geht: Dr. Maximilian Kern über Rotlicht, Nah-Infrarot und Zellenergie.

Während wir Licht meist nur mit Sehen verbinden, reagiert unser Körper auf einer tieferen Ebene darauf. Die Rotlichttherapie mit Rotlichtpaneelen und Nah-Infrarotlicht nutzt genau dieses Prinzip. Im Gespräch mit Dr. Kern, Experte für Photobiomodulation, tauchen wir ein in die Welt der wirksamen Wellenlängen, der Zellenergie und der Regeneration - und warum Rotlichttherapie heute ein fester Bestandteil moderner Wellness- und Longevity-Konzepte ist.

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Herr Dr. Kern, bevor wir über Effekte sprechen: Von welchem Licht reden wir hier eigentlich?

Wenn wir im Alltag von Rotlicht sprechen, meinen wir meist die sogenannte Rotlichttherapie. Fachlich korrekt heisst sie Photobiomodulation. Dabei arbeiten wir mit zwei Lichtarten: sichtbares Rotlicht und Nah-Infrarotlicht, wie sie auch in modernen Rotlichtpaneelen eingesetzt werden.

Was wirkt wo und wie?

Rotlicht wirkt auf der Hautoberfläche und ist daher im Bereich Anti-Aging spannend. Nah-Infrarotlicht hingegen dringt deutlich tiefer ins Gewebe ein und erreicht Muskeln, Gelenke und tieferliegende Strukturen.
Entscheidend sind klar definierte Wellenlängen, denn nur diese zeigen nachweislich Wirkung. In unseren Panels ist deshalb beides integriert - Rotlicht und Nah-Infrarot in einer kombinierten Anwendung.

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Warum scheint ausgerechnet jetzt alle Welt auf Rotlicht zu setzen?

In Europa ist Rotlichttherapie noch vergleichsweise jung. In Deutschland beispielsweise sind wir mit HigherQI erst seit rund sechs Jahren damit präsent. Ursprünglich kommt die Technologie aus den USA, wo Rotlicht- und Nah-Infrarottherapie bereits länger etabliert sind.
Sobald Studienlage und Praxis übereinstimmen, setzt sich etwas durch. Und genau das passiert gerade. Die Wirkung der Rotlichttherapie zeigt sich relativ schnell, was das Vertrauen zusätzlich stärkt.

Welche Wellenlängen gelten heute als Goldstandard?

Am besten untersucht sind zwei Bereiche: 660 Nanometer im Rotlichtbereich und 850 Nanometer im Nah-Infrarotbereich.
Für diese Wellenlängen existieren die meisten Studien und die klarsten Resultate. Sie haben eine besonders gute Gewebedurchdringung, was entscheidend für die Wirkung von hochwertigen Rotlichtgeräten und -paneelen ist.

Klingt nach Wellness. Oder sind wir schon mitten in der Medizin?

Eigentlich ist es beides. Sobald es um konkrete Erkrankungen geht, verlassen wir den reinen Wellnesskontext und sind in der Medizin. Dort kommen dann auch stärkere, zugelassene Geräte wie Rotlichtlaser zum Einsatz. Unsere Tisch- oder Stand-Panels bewegen sich im Bereich Longevity, Regeneration und präventive Gesundheit.

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«Das Ergebnis der Rotlichttherapie: mehr Leistungsfähigkeit, bessere Regeneration, gesteigerte Durchblutung und reduzierte Entzündungsprozesse.»

Welche Effekte sind heute gut belegt und wo forscht man noch?

Sehr gut belegt sind Effekte in den Bereichen Energieproduktion, Schmerzreduktion, Regeneration, Anti-Aging, Wundheilung und sogar Depressionen.
Aktuell besonders spannend ist die Forschung zu Demenz. Hier laufen Studien, die darauf hindeuten, dass Nah-Infrarotlicht die Durchblutung im Gehirn positiv beeinflussen kann. Endgültige Resultate stehen noch aus, aber die Richtung ist vielversprechend.

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Was macht dieses Licht eigentlich mit uns, jenseits dessen, was wir sehen oder fühlen?

Die Zellen absorbieren das Rot- und Nah-Infrarotlicht. Dadurch wird die Energieproduktion in den Mitochondrien angekurbelt. Das führt zu mehr ATP, also Zellenergie. Das Ergebnis: mehr Leistungsfähigkeit, bessere Regeneration, gesteigerte Durchblutung und reduzierte Entzündungsprozesse. Viele Menschen beschreiben es ganz einfach so: Man fühlt sich energiegeladener - ein typischer Effekt regelmässiger Rotlichtanwendungen.

Dann ist Rotlichttherapie für fast alle interessant?

Das kann man so sagen. Die Rotlichttherapie ist besonders spannend für Menschen mit Schmerzen, Regenerationsbedarf oder Anti-Aging-Zielen, aber auch für den Sportbereich.
Bei Sportler:innen liegt der Fokus auf schneller Regeneration und Entzündungsreduktion. Bei chronischen Beschwerden geht es stärker um Schmerzlinderung, Entzündungsregulation und begleitende Themen wie depressive Verstimmungen. Auch Schlafqualität und allgemeines Wohlbefinden profitieren häufig.

Kann man Rotlicht auch einsetzen, ohne dass etwas «weh tut»?

Präventiv wirkt es sogar sehr sinnvoll. Gerade im Bereich Anti-Aging, Zellenergie und Wohlbefinden - insbesondere in den dunklen Wintermonaten - ist Rotlicht ein starkes Tool. Viele nutzen Rotlichtpaneele gezielt zur Vorbeugung von Energietiefs.

Wann empfehlen Sie Rotlicht, wann Nah-Infrarot?

Grundsätzlich empfehle ich beides, weshalb unsere Panels beide Lichtarten kombinieren. Abends sollte man das helle Rotlicht eher ausschalten, da es wach machen kann.
Bei großen offenen Wunden empfiehlt es sich, das Nah-Infrarot zu deaktivieren. Für den privaten Gebrauch empfehlen wir als Faustregel täglich 15 bis 20 Minuten Rotlichttherapie.

Die drei häufigsten Anwendungsfehler

  • Zu grosser Abstand - wir empfehlen 30-50 Zentimeter.
  • Zu unregelmässige Anwendung.
  • Zu kurze Sitzungen.

Rotlicht ist eine physikalische Energie, die ins Gewebe eindringen muss. Gerade bei Rotlichtpaneelen ist Konsistenz entscheidend.

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Zum Schluss die Gretchenfrage: Was sagen Sie zu günstigen Rotlichtlampen aus dem Internet?

Viele sind schlicht zu schwach. Wir haben zahlreiche Geräte bestellt und vermessen. Oft stimmen weder die Leistung noch die angegebene Wellenlänge. Wenn die Energie nicht ausreicht, kommt sie nicht dort an, wo sie wirken soll - ein häufiges Problem bei billigen Rotlichtlampen.