Gesundheit

Saunieren- fördert die körperliche und geistige Gesundheit

Dass Saunagänge die Gesundheit fördern, ist schon lange bekannt. Nicht umsonst schwören die Finnen, aber auch die Schweizer und viele andere Nationen auf die positiven Effekte der Sauna. In folgendem Beitrag sind alle Fakten zu den Vorteilen für die körperliche und geistige Gesundheit zusammengefasst. Jeder einzelne davon ein Grund für regelmässige Saunagänge für Körper, Geist und Seele.

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Was passiert in der Sauna?

Beim Saunabaden kommen die Vorteile der Wärmetherapie voll zum Tragen. Die hohe Umgebungstemperatur bringt den Körper ordentlich ins Schwitzen und nach dem Abkühlen in einen angenehmen Entspannungszustand. Der Puls erhöht sich dabei ganz ohne körperliche Betätigung auf 120 bis 150 Schläge pro Minute. Die Durchblutung von Organen und Muskeln wird angekurbelt.

Der Wechsel von warm zu kalt wirkt sich auf das allgemeine Befinden positiv aus. Man fühlt sich erfrischt, angenehm entspannt und kann den Strass des Alltags hinter sich lassen. Auch der Körper profitiert vom Temperaturwechsel auf ganz verschiedene Art und Weise.

In den letzten zehn Jahren wurden in Forschungen und Studien zu diesen Themen viele Erkenntnisse gewonnen, die auf zahlreiche gesundheitliche Vorteile des Saunieren schliessen lassen. Am häufigsten untersucht wurden dabei die Auswirkungen der finnischen Sauna, die im Vergleich zu anderen Saunatypen mit sehr hohen Temperaturen betrieben wird. Ähnliche bzw. etwas geringere Effekte lassen sich aber auch bei anderen Wärmetherapien wie etwa Infrarotsauna, Bio- oder Dampfsauna erwarten.

Sauna mit schräger Decke

Positive Wirkungen des Saunierens

  • Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems
  • Senkung des Risikos für Alzheimer und Demenz
  • Stärkung des Immunsystems
  • Stärkung der psychischen Gesundheit
  • Ausleitung von Schwermetallen und Entgiftung
  • Förderung der Zellreparatur
  • Reduzierung von chronischen Entzündungen
  • Steigerung der körperlichen Fitness
  • Senkung von Cholesterinwerten und Bluthochdruck
  • Stimmungsfördernd durch Ausschüttung von Endorphinen

Herz-Kreislauf-System

Man geht davon aus, dass das Saunabaden das Risiko von Gefässerkrankungen verringern kann. Bluthochdruck, Arteriosklerose, Angina Pectoris, Herzinfarkte und der plötzliche Herztod sollen sich damit vorbeugen lassen. Die positive Wirkung des regelmässiges Saunabaden mit hohen Umgebungstemperaturen (80 °C bis 100 °C) beeinflusst die kardiovaskuläre Funktion, hält die Gefässe elastisch und kann sich senkend auf den Blutdruck auswirken. Konkret liess sich bei Studienteilnehmern nachweisen, dass sich der systolische und diastolische Blutdrucks nach einem 30-minütigen Saunabad messbar verringert hatte. Auch die mittlere Karotis-Femur-Pulswellengeschwindigkeit (PWV) sank.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich regelmässige Saunabäder ergänzend oder in Kombination mit Bewegung zur Verbesserung des Bluthochdrucks einsetzen lassen. Wer mindestens vier Mal pro Woche in die Sauna geht, kann den Effekt sogar noch maximieren. Ein bis zu 47 % geringeres Risiko hatten Männer in der Studie, in den kommenden Jahren einen Bluthochdruck zu entwickeln.


Wichtig: Bei einer bestehenden Herzerkrankung sollten Sie sich vor dem ersten Saunabesuch immer von Ihrem Arzt beraten lassen. Eventuell kann eine geringere Temperatur wie in der Bio- oder Dampfsauna für Sie besser geeignet sein.

  1. Entspannung und Stressreduktion

    Ein hohes Stresslevel macht auf Dauer krank. Wer nicht gestresst ist bzw. für regelmässige Entspannungsphasen sorgt, lebt daher eindeutig gesünder. Denn ein geringes Stresslevel senkt den Blutdruck, sorgt für psychische Gesundheit und allgemeine Entspannung von Körper und Geist. Wer weniger gestresst ist, wird statistisch gesehen seltener krank und sieht zudem oft jünger aus.

  2. Lungenfunktion

    Es gibt Hinweise darauf, dass regelmässiges Saunieren die Lungenfunktion verbessern kann. Das betrifft die Belüftung, die allgemeine Lungenvitalität und das Volumen. In Studien konnte bei von einer obstruktiven Lungenerkrankung Betroffenen eine leichte Verbesserung der Lungenfunktion festgestellt werden, unter anderem bei Asthma oder chronischer Bronchitis. Zudem liess sich die Anzahl an Erkältungen bei den Studienteilnehmern halbieren, die regelmässig in die Sauna gingen. Insgesamt lässt sich also eine Reduzierung des Risikos für Atemwegserkrankungen feststellen.

  3. Chronische Kopfschmerzen

    Wer regelmässig unter Kopfschmerzen leidet, profitiert ebenfalls von der Sauna. Durch die bessere Durchblutung der Nacken- und Kopfmuskulatur und den allgemein entspannenden Effekt der Sauna reduzierte sich in einer Studie chronischer Kopfschmerz vom Spannungstyp deutlich.

  4. Demenz und Alzheimer

    Studienteilnehmer, die dreimal pro Woche in die Sauna gingen, hatten ein um die Hälfte reduziertes Risiko, an Demenz zu erkranken. Bei Teilnehmern, die gar nicht oder nur sehr selten in die Sauna gingen, war dies nicht erkennbar. Dieser positive Effekt schwächte sich mit zunehmenden Alter zwar weiter ab, war aber auch nach 40 Jahren Beobachtungsdauer noch feststellbar.

  5. Weitere positive Effekte

    Weitere Wirkungen der regelmässigen Saunagänge waren positive Effekte auf verschiedene Erkrankungen der Muskulatur und Knochen, zum Beispiel bei rheumatoider Arthritis, Fibromyalgie oder Osteoarthritis. Ebenso gibt es Annahmen, dass das Saunieren zur Linderung von leichten Depressionen beiträgt. Allgemein konnten eine bessere Fitness und Vitalität, aber auch die Reduzierung eines zu hohen Cholesterinspiegels (Gesamtcholesterin, Lipoproteincholesterine und Triglyceride) sowie eine Reduktion von Entzündungsmarkern im Blutbild beobachtet werden.

Fazit

Regelmässige Saunagänge sind nicht nur herrlich wohltuend, sondern bringen auch für die körperliche und psychische Gesundheit etwas. Sogar Personen mit bereits bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen können laut Studien von regelmässigem Saunieren profitieren und diese ergänzend zu anderen Therapiemöglichkeiten einsetzen.